Back home for the summer

Was passiert, wenn man während seines Auslandsjahres nach Hause fliegt? Egal ob in Deutschland oder wieder in Amerika, von allen Seiten kommt die Frage: Wie war es zurück in Deutschland? Die kurze Antwort: Gut. Es war mega toll alle zu überraschen, wenn es mal die etwas längere Version sein soll. Denn wer hat schon Lust sich spontan zehn Minuten lang alle positiven und negativen Sachen anzuhören?

Eigentlich müsste man ja erwarten, dass es zu Hause super wird. Man sieht seine Familie und alle seine Freunde wieder, man hat noch kein Studium oder einen neuen Job, worum man sich kümmern muss und hat alle Zeit der Welt. Allerdings ist es schon ziemlich deprimierend, wenn seine bisherigen Freunde anscheinend nie Zeit für einen haben – es wird scheinbar 24/7 fürs Studium gelernt, es stehen wichtige Termine an oder es wird sich mit anderen, neuen Freunden getroffen. Da wird die Person, die ein Jahr weg war, einfach schnell mal vergessen.

Dann hat man selbst teilweise noch mit einem Reverse Kulturschock zu kämpfen. Plötzlich ist alles wieder anders, die Sachen sind alle woanders im Haus und man findet die Teller nicht mehr, man vergisst, wie die einfachsten Sachen funktionieren (wie zum Beispiel Essen bestellen – wie macht man es ohne Takeout??), man muss sich erstmal wieder mit dem Papiergeld zurechtfinden und manchmal kann man nicht mal mehr vernünftig seine Muttersprache sprechen. Ob mir das alles passiert ist? Ach quaaaatsch, mir doch nicht! 🙈 Hier aber noch ein paar mehr Dinge, die in Deutschland anders waren:

👓 Alle sprechen Deutsch – obviously. Aber man kann leider nicht mehr alles kommentieren, ohne dass einen alle verstehen.

🍞 Typisch deutsche Sachen werden mit ganz anderen Augen gesehen – Shoppingstraßen, deutsches Frühstück, Backsteinhäuser, BROT!

🎛 Man redet (idealerweise) nur noch Deutsch, aber hat dann trotzdem Englisch halb im Kopf. Das, was man spricht, nennt sich dann eher Denglisch.

⏳ Man weiß nicht recht wohin mit sich selbst. Bei allen Leuten ging das Leben auch ohne einen weiter und man selbst hat in Deutschland nichts zum weitermachen. Besonders wenn man zu Besuch ist haben alle was zu tun, nur man selbst ist da und weiß nicht wohin mit der ganzen Zeit. #HelloNetflixmeinbesterFreund

🎎 Es ist ein wenig so, als müsste man seine Freunde wieder neu kennenlernen. Teilweise fühlt es sich an, als wäre man nie weg gewesen, gleichzeitig hat sich aber auch alles verändert. Die anderen haben sich auch verändert, Dinge erlebt, neue Sachen angefangen und auch man selbst ist nicht mehr die gleiche Person.

🚲 Man denkt sich yeah, ich kann jetzt voll gut Auto fahren und zurück in Deutschland ist man voll mit dem Schalten überfordert, muss sich ständig darauf konzentrieren auf der Straße zu bleiben, die gefühlt auf die Hälfte geschrumpft ist, und daran denken, dass man keine rote Ampel überfährt, indem man einfach rechts abbiegt. An der Ampel muss man auch noch seinen Kopf verrenken, um sie sehen zu können und bei den meisten Yield Schildern stoppt man inzwischen automatisch, weil man schon mit einem Stoppschild rechnet. Autofahren läuft auf jeden Fall nicht.

🛍 Sonntags ist nichts los. Man gewöhnt sich so sehr daran an Sonntagen einfach mit Freunden auszugehen, shoppen etc. und dann kommt man zurück und es ist so ziemlich alles geschlossen.

🎐 Man wird von seinen Freunden teilweise einfach vergessen. Es ist nicht mal mit Absicht oder böse gemeint, aber man war ein Jahr weg, die anderen haben sich daran gewöhnt, dass man nicht da ist und jetzt ist man es plötzlich wieder.

Das klingt jetzt doch alles etwas negativ, aber so soll das garnicht gemeint sein. Es ist einfach eine Veränderung für alle und man kann natürlich nicht erwarten, dass alles genau gleich ist, wenn man nach einem Jahr zurück kommt. Nichtsdestotrotz war es unglaublich schön alle nochmal wiederzusehen, etwas zu unternehmen und besonders die überraschten Gesichter zu sehen. (Aber ich muss zugeben, ich liebe mein Leben hier in Amerika und hab das schon ziemlich vermisst, denn nach Deutschland werde ich ja sowieso zurückkommen.)

Bis zum nächsten Mal,

Yvonne 💕

Advertisements

Leave a comment

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s